Frieden

IOGTIn dem Bewusstsein, dass Alkohol und andere Drogen auch bei der Unterdrückung von Menschen eine große Rolle spielen, setzen sich die Guttempler für den Frieden zwischen allen und für alle Menschen ein. Frieden ist nach Auffassung der Guttempler der Zustand, in dem ein gerechter Ausgleich unterschiedlicher Interessen nur gewaltlos erreicht werden kann. Dies setzt voraus, dass alle Beteiligten auf Gewalt verzichten, sonst kommt es zur Unterdrückung der Friedfertigen.

Der friedliche Umgang miteinander beginnt für die Guttempler bereits in ihren Familien und Gemeinschaften. Hier wird gelernt, eigene Interessen zurückzustellen, andere Menschen durch Argumente zu überzeugen anstatt eigene Vorstellungen gegen die Interessen anderer mit psychischer oder körperlicher Gewalt durchzusetzen.

Die Guttempler wissen jedoch auch, dass eine friedliche Grundhaltung an ihre Grenzen stoßen muß, wenn andere Menschen rücksichtslos Gewalt anwenden. Hier sind dem Einzelnen keine Handlungsanweisungen zu geben. Notwehr und Nothilfe, im Einzelfall oder in kollektiver Form, können nicht generell ausgeschlossen werden. Das Machtmonopol von Staaten ist zwar zu hinterfragen, kann aber generell nicht abgelehnt werden. Die Entscheidung des Individuums zu diesen Fragen ist, sofern sie nicht einer friedensfeindlichen Gesinnung entspringt, zu respektieren.