Ziele und Grundsätze
Die Guttempler verfolgen seit ihrer Gründung 1851 ihre Ziele auf der Grundlage der humanitären Ideale Enthaltsamkeit, Brüderlichkeit und Frieden. Von Anfang an waren Frauen gleichberechtigte Mitglieder der Bewegung. Bereits 1887 einigten sich die Guttempler auf den Grundsatz, wonach sich alle Mitglieder, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer politischen und religiösen Weltanschauung sowie ihrer sozialen Herkunft, gleichberechtigt als Bruder und Schwester zu begegnen haben.
Wie schwierig es ist, nach diesen Idealen zu leben, wurde in den zwei Weltkriegen deutlich, als deutsche Guttempler sie missachteten und verrieten. 1936 führte dies zum Ausschluss des deutschen Verbandes aus der internationalen Organisation. Seit 1947 gehören die deutschen Guttempler ihr wieder an, und die Versöhnung ehemaliger Kriegsgegner während der Wiederaufnahme-Feier gehört sicher zu den bewegendsten Momenten der Geschichte der deutschen Guttempler.
Seitdem hat das Ziel Frieden die Guttempler immer wieder beschäftigt, von der Beteiligung an den Ostermärschen in den 60er Jahren, über die Proteste gegen die Raketenstationierung in den 80ern bis hin zu den Friedensdemonstrationen gegen die letzten Golfkriege. Vom Jugendverband der deutschen Guttempler ging in den 50er Jahren die Initiative zur Gründung eines europäischen und später weltweiten internationalen Jugendverbandes aus, der 1990 in Kopenhagen mit der internationalen Dachorganisation IOGT fusionierte.
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